Welche Unterschiede gibt es bei Low Carb?

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Unterschiede Low Carb

Quelle: pixabay.com

 

Als Low Carb wird eine Ernährungsform mit weniger Kohlenhydraten als sonst üblich bezeichnet. Es gibt zwar keinen definierten Standard, jedoch beschreibt man in der Regel alles unter 150g Kohlenhydraten pro Tag als Low Carb. Mit der herkömmlichen Ernährung nimmt der Durchschnittsbürger ca. 250-300g Kohlenhydrate pro Tag zu sich. Bei stark Übergewichtigen kann das deutlich mehr sein.

Man kann Low Carb mit 100-150g Kohlenhydraten pro Tag umsetzen, aber auch mit nur 50-60g oder sogar noch weniger, z.B. mit nur 20g Kohlenhydraten pro Tag. Es gibt kein richtig oder falsch, denn alles ist kohlenhydratreduziert, also Low Carb. Wie viel beziehungsweise wie wenig Kohlenhydrate man nun essen sollte, hängt von der jeweiligen Ausgangssituation und dem gewünschten Ziel ab und kann nicht pauschal beantwortet werden. Hier nun eine mögliche Variante für Unterschiede bei einer Low Carb-Ernährung, die Übergänge sind oft fließend:

Liberales Low Carb

Wer gesund und normalgewichtig sowie körperlich aktiv ist und keine Probleme mit Süßigkeiten hat, kann ein liberales Low Carb wählen. Das bedeutet, dass Brot, Reis, Nudeln, Kartoffeln & Co nur sehr wenig und Süßigkeiten, Kuchen, Desserts, Eis usw. eher selten gegessen werden. Der Schwerpunkt liegt bei reichlich Gemüse, Salaten und Obst (Vorsicht mit süßen Sorten), kombiniert mit guten, gesunden Fetten. Auch Fleisch, Wurst, Eier, Fisch, Meeresfrüchte, Milchprodukte und Nüsse gehören zum liberalen Low Carb.

 

Durchschnittliches Low Carb

Wer nur leichtes Übergewicht mit leichten gesundheitlichen Problemen hat, körperlich etwas aktiv ist und sich einfach gesund ernähren möchte, kommt sicherlich gut mit einer durchschnittlichen Low Carb-Ernährung zurecht. Auch hier liegt der Schwerpunkt bei reichlich Gemüse und Salat mit guten, gesunden Fetten, beschränkt sich aber auf stärkearmes Gemüse (Gemüse, das über der Erde wächst).

Obst hat oft viel Zucker, in dem Fall sollte man nur kleine Mengen essen, also Maß halten. Die Milchprodukte und Nüsse sollten ebenfalls im moderaten Bereich liegen. Vorsicht also auch mit Low Carb-Nachbauten (Brot, Kuchen, Muffins usw.), Zuckerhaltiges meiden. Fleisch und Wurst, Eier, Fisch und Meeresfrüchte sind ebenfalls Bestandteil dieser Variante.

 

Strenges Low Carb

Bei gesundheitlichen Problemen und wenig körperlicher Aktivität, bei Zuckersucht, bei starkem Übergewicht, bei gestörtem Sättigungsgefühl oder bei Problemen mit dem Blut- und Insulinspiegel ist es ratsam, die Low Carb-Ernährung strikter umzusetzen. Jedenfalls dann, wenn man gesundheitliche Verbesserungen und/oder Gewichtsabnahme zum Ziel hat. Ein strenges Low Carb besteht aus stärkearmem Gemüse, Salaten, Fleisch, zuckerfreier Wurst, Fisch, Eiern und einem erhöhten Anteil an möglichst natürlichen Fetten. Zucker wird in jeglicher Form gemieden. Den Schwerpunkt sollte reichlich Gemüse mit ausreichend gesunden Fetten bilden. Brot & Co (auch als Nachbauten) sollten im Alltag nicht vorkommen. Beim Obst am besten auf kleine Mengen Beerenobst beschränken und bei den Nüssen (Macadamia, Paranüsse, Pekannüsse, Walnüsse) ebenfalls auf eine begrenzte Menge achten.

Ketogene Ernährung

Eine besondere Form der strengen Variante ist die ketogene Ernährung. Hier liegt der Fettanteil bei ca. 70(!!!) Prozent, Kohlenhydrate nur 10 Prozent. Das Eiweiß hat also einen Anteil von 20 Prozent. Mit dieser Ernährungsweise befindet sich der Körper dauerhaft im absoluten Fettstoffwechsel, in der sogenannten Ketose. Viele Menschen kennen das bestimmt vom Fasten. Diese Ernährungsform wird mit teils erstaunlichen Erfolgen therapiebegleitend eingesetzt bei Erkrankungen wie Epilepsie, Multipler Sklerose, Krebs, Alzheimer und Migräne und sollte ärztlich begleitet werden.

Low Carb-Varianten

Es gibt viele Low Carb-Stile wie z.B. Atkins, Schlank im Schlaf, Logi-Methode, LCHF, Glyx, No Carb, Flex Carb… Die Unterschiede liegen teils im Anteil der Grundnährstoffe Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße, teils aber auch in den definierten Lebensmitteln. Manche sind liberaler, andere strenger. Manche legen außerdem Wert auf artgerechte Tierhaltung, Nachhaltigkeit oder orientieren sich am Glykämischen Index/Glykämischer Last und vielem mehr.

Low Carb ist keine Diät

Viele Menschen setzen Low Carb mit ihren bisherigen Diäten gleich. Dabei ist Low Carb gerade das nicht! Es handelt sich hier nicht um eine Diät, sondern um eine dauerhafte Ernährungsumstellung, bei der nicht gehungert werden muss. Das ist der entscheidende Vorteil gegenüber der herkömmlichen Ernährungsweise: Low Carb schmeckt, macht satt, reguliert in den meisten Fällen das Gewicht und führt zu vielen gesundheitlichen Verbesserungen. Ist die Low Carb-Ernährung passend formuliert, isst man sich mit 2 bis 3 Mahlzeiten täglich satt, ohne zwischendurch Bedarf oder Heißhunger zu haben.

© Carola Schröder | https://dein-low-carb.de/ | 2018. Ohne schriftliche Zustimmung des Autors ist eine Nutzung von Inhalten nicht gestattet. Auszüge dürfen genutzt werden, jedoch nur mit eindeutiger Nennung der Quelle, d.h. Nennung des Autors und der Website mit Link zum Original.

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